Zeit statt Verschwendung – warum sich nachhaltiges Schenken für alle lohnt

Ich liebe es, Geschenke zu machen (und auch zu bekommen ☺). Nicht nur, aber auch deshalb ist Weihnachten genau meine Zeit. In diesem Blogbeitrag möchte ich erzählen, wie Schenken und Nachhaltigkeit für mich zusammenpasst und wieso die Weihnachtszeit noch schöner und stimmiger für mich geworden ist, seit ich bewusster ans Schenken und Geschenke herangehe.

Ich war schon immer anfällig für das glitzernde, funkelnde Überangebot, das speziell in der Vorweihnachtszeit an allen Ecken der Stadt um Aufmerksamkeit heischt. Bei vielen Menschen löst diese Zeit ja das Gefühl von „Weihnachtsstress“ geradezu beflügelt und nur allzu oft nach Weihnachten zu übervollen Mülltonnen oder „Umtauschstress“ beiträgt.

Wertvolles Schenken

Insofern war und ist es für mich eine riesige Erleichterung, dass spätestens mit dem Beginn unseres „plastikfreien Experiments“ im Jahr 2009, auch das Schenken eine viel entspanntere Dimension angenommen hat. Schenken bedeutet für mich immer auch, etwas zum Ausdruck zu bringen, was mir wichtig ist und woran ich andere teilhaben lassen möchte. Und eine Überzeugung, hat sich gerade durch meine politische Tätigkeit noch mal mehr gefestigt: Zeit ist definitiv eines der wertvollsten Geschenke – auch wenn das für manche vielleicht abgedroschen oder nur nach einer logischen Alterserscheinung klingt. Ich selbst genieße jedes Jahr die Zeit, die in meine Geschenke fließt. Und zwar in mehrfacher Hinsicht:

Freude am Selber machen

Erstens macht es mir große Freude, kleine Geschenke für Freund:innen und Verwandte selbst zu machen. Und die Adventszeit gehört zu den wenigen Wochen im Jahr, wo ich gerade dafür auch wirklich Abendstunden und Wochenendtage einplane. Meine Überzeugung, dass die meisten der von mir Beschenkten eigentlich eher zu viel als zu wenig besitzen, bringe ich gerne durch Geschenke zum Ausdruck, die sich aufbrauchen und im besten Fall auch aus nachhaltigen Quellen stammen: Christbaumanhänger aus Kerzenresten, selbstgesiedete Seifen, Tees aus dem eigenen Kräutergarten, Weihnachtschmuck aus altem Geschenks Papier oder selbst gemachte Marmeladen und Fruchtsäfte gehören zu meinem Standard Repertoire. Hin und wieder schaffe ich dann auch noch was Selbstgestricktes, das im Notfall auch erst nach Weihnachten fertiggestellt wird – meine Familie weiß davon ein Lied zu singen.

Sinnvolle Geschenke

Zweitens macht es für mich auch total Sinn, Zeit ins „Nachdenken über sinnvolle Geschenke“ zu investieren, denn die Kinder (auch wenn sie inzwischen schon erwachsen sind) und nächsten Familienmitglieder bekommen dann doch nicht ausschließlich Selbstgemachtes. Und auch dafür gibt es in Graz und Umgebung einreichhaltiges Angebot an sinnvollen Einkaufsquellen, von Second Hand Shops über diverse Shops mit nachhaltiger, fair produzierter und/oder regionaler Produktpalette bis hin zu Läden, in denen man diverse exquisite Lebensmittel und Getränke in eigenen Behältern abfüllen lassen kann. So komme ich völlig ohne Bestelldienste aus und hab gleichzeitig das gute Gefühl, nachhaltige Unternehmen in unserer Region zu unterstützen.

Drittens sind tatsächlich Gutscheine für gemeinsame Unternehmungen, Theater – oder Konzertbesuche oder Essenseinladungen eine großartige Möglichkeit, um auch unterm Jahr immer wieder fixe Zeit mit Menschen einzuplanen, die mir wichtig sind.

Und last but not least, ist es einfach ein sehr befriedigendes Gefühl, durch die Liebe zum Schenken keinen Beitrag zu Verschwendung und wachsenden Müllbergen zu leisten.

So gesehen ist Schenken für mich eine Win – Win –Win Angelegenheit. Für konkretere Tipps steh ich gerne jederzeit zur Verfügung. ☺

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